Galerie Wundersee
Fürstenwall 124, Düsseldorf
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galerie@wundersee.com
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Ich, Andreas Wundersee, hab die Galerie Wundersee mitten in der Corona-Pandemie eröffnet. In einer Zeit, in der kulturelle Begegnungen kaum möglich waren und die Zukunft vieler Kultureinrichtungen ungewiss erschien. Gerade deshalb war ich überzeugt, dass wir nach der Pandemie wieder Orte brauchen würden, an denen Menschen Kunst unmittelbar erleben, diskutieren und gemeinsam entdecken können. Die Galerie zu diesem Zeitpunkt zu eröffnen war ein bewusstes Risiko, zugleich aber auch die Hoffnung, aus einer außergewöhnlichen Situation etwas Nachhaltiges entstehen zu lassen.
Ich wollte meine Erfahrungen als Kunsthistoriker, Künstler und Designer verbinden. Zwischen 2021 und 2023 hab ich neun Wechselausstellungen, zahlreiche Führungen, Veranstaltungen und Künstlergespräche realisiert, die meine Auffassung von zeitgenössischer Kunst wiederspiegelten.
Für mich entsteht Kunst auf unterschiedlichen Ebenen: im ästhetischen Erscheinungsbild eines Werkes, in den Ideen der Künstler und in der individuellen Interpretation der Betrachtenden. Kunst eröffnet neue Perspektiven, regt zum Nachdenken an und schafft Räume für den Austausch.
Die Tätigkeit als Galerist bedeutete zugleich einen Perspektivwechsel. Als Kurator, Organisator und Gastgeber war ich für die Konzeption des Programms, die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler, die Hängung der Ausstellungen und die Vermittlung der Inhalte verantwortlich. Dabei durfte ich unter anderem die Kulturamtsleiterin Angelique Tracik sowie den ersten Bürgermeister der Stadt Düsseldorf, Josef Hinkel, in der Galerie begrüßen. Darüber hinaus war die Galerie Teil der Start Art Week, einer Initiative zur Förderung der regionalen Kunst- und Kulturszene.
Im Rahmen der Start Art Week hab ich gemeinsam mit Florian Kuhlmann, den ich damals als Galerist vertreten hab, einen Workshop zum Thema NFTs im NRW-Forum gehalten und ich war Teil einer Podiumsdiskussion über die Chancen und Herausforderungen der Galeriearbeit. Besonders bereichernd waren die Gespräche mit Besuchenden, die Vermittlung zeitgenössischer Kunst und die Zusammenarbeit mit den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern.
Die Galerie Wundersee ist inzwischen geschlossen. Rückblickend war sie dennoch eine prägende Station meines beruflichen Weges. Viele der Erfahrungen aus dieser Zeit – von der kuratorischen Arbeit über die Gestaltung und Kommunikation bis hin zur Organisation komplexer Projekte – fließen weiterhin in meine Tätigkeit als selbstständiger Designer und Entwickler ein.